Stress und Burnout

Willkommen in der Welt des Stresses und der Erschöpfung als Übergang zur Entspannung, der Achtsamkeit und der inneren Freiheit


Warum ist mir gerade das Thema Stress so wichtig? Wieso spreche ich immer wieder von Burnout und warum kannst du bei mir extra Sitzungen zu dem Thema buchen?


Die Antwort auf die Frage „Wieso“ ist ziemlich einfach. Weil nämlich Stress und das Burnout-Syndrom zum Tode führen können. Ich gebe zu, dass diese Aussage das Worst-Case-Szenario darstellt. Dennoch ist Gefahr, dass durch Überschöpfung das Leben ein Ende nehmen kann.


Meine Aufgabe ist es, dich dabei zu unterstützen, mit Stress umzugehen. Ich möchte dich an dieser Stelle, in meinem Blog, einladen, dass wir gemeinsam ein Stück des Weges gehen. Dass wir gemeinsam das Thema Stress uns ansehen, so wie man eine Zwiebel Schicht für Schicht auseinandernimmt ,bis man in der Mitte angelangt ist.



Ich werde ganz vorne anfangen


Ich beleuchte Stress aus der biologischen Perspektive. Wir beschäftigen uns mit der soziologischen Perspektive, also die Formen und Merkmale von Stressoren. Genauso die psychologische Perspektive, deine persönlichen Motive, Einstellungen, und deine Bewertungen, welche als Stressverstärker wirken. Ich werde auf die sozialen und personalen Ressourcen eingehen.


Die Stressbewältigung, welche ich in drei Artikel eingeteilt habe: das instrumentelle, das mentale und das regenerative Stressmanagement. Nicht vergessen, loszulassen und zu entspannen, das Kernstück der Stressbewältigung. Aber auch, warum Bewegung so wichtig ist, werde ich dir verraten.


Wie es letztlich zum Burnout-Syndrom kommt, welche Alarmsignale es sind, die darauf hindeuten und wie du dem vorbeugen kannst, damit werde ich mich eingehend hier auseinandersetzten.


Der Stressbegriff

„Ich bin gestresst“, „Das kommt vom Stress“, ist die häufigste Antwort auf die Frage: Wie geht es dir?

Der Begriff Stress hat eine mehr als 40-jährige Tradition


In allen Lebensbereichen begegnen wir diesem Begriff: In der Schule, bei der Arbeit, im Kindergarten, in der Beziehung, der Freundschaft, im Vereinsleben, ja im Straßenverkehr.

Das war so ein Stress, berichten mir manchmal Klienten, welche aus dem Urlaub zurückkehrten.


Ein anderes Phänomen bezüglich dieses Begriffes ist der Ausdruck „Ich bin im Stress.“

Mit dieser Aussage wird oft die viele Arbeit, die Leistung, unterstrichen. Du wirst gebraucht, es klingt allerdings meistens so, als dass Du, wenn du nicht im Stress bist, nicht zu gebrauchen bist.


Stress gehört zum Alltag also dazu.

Ich habe eine hervorragende Nachricht für dich!


Stress ist nicht nur ein Zustand, welcher von außen kommt, sondern auch von innen, durch Dein Denken und Handeln herbeigeführt wird. Den inneren Zustand kannst du ändern, während Du den äußeren akzeptieren kannst.

Wie ich bereits oben erwähnt habe, gibt es biologische, psychologische und soziale Aspekte, welche Dein Stresserleben beeinflussen.


Gert Kaluza, einer der bedeutenden Stressforscher, hat ein einfaches Rahmenkonzept entwickelt.


Die Stressampel nach Gert Kaluza


Die Stressoren

Stressoren nennt man Bedingungen oder Situationen von außen. Demnach Anforderungen, die an uns gestellt sind und welche eine Stressreaktion auslösen. Dabei spielt es keine Rolle, um welche Anforderungen es sich handelt. Das können Naturkatastrophen, ein Unfall oder auch eine negative Bewertung beispielsweise durch den Chef sein. Genau so können ein böser Brief, eine E-Mail oder der vergessene Kuchen für die Geburtstagsfeier Stressoren darstellen.


Weitere Beispiele für Stressoren:

  • Physikalische Stressoren (Lärm, Hitze, Kälte oder Nässe)

  • Körperliche Stressoren (Verletzung, Schmerz, Hunger oder Behinderung)

  • Leistungsstressoren (Zeitdruck, Überforderung, Prüfungen)

  • Soziale Stressoren (Konkurrenz, Isolation, zwischenmenschliche Konflikte, Trennung oder Verlust)

Stressreaktion

Unter Stressreaktion versteht man alle Prozesse, die infolge eines Stressors auftreten. Es ist demnach die Folge auf einen Stressor. Diese Antworten können auf der Verhaltensebene, der körperlichen und der kognitiv-emotionalen Ebene ablaufen.


Betrachten wir die Ebenen nun etwas genauer


Auf der körperliche Ebene kann es zu einer Vielzahl von Reaktionen kommen. Schneller Puls, verkrampfte Muskulatur, schnelle Atmung sind unter anderem typische Reaktionen auf einen Stressor. Wird diese Reaktion über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten, kommt es zu Erschöpfungszuständen. Diese wiederum sind ein sehr hohes Risiko für unsere Gesundheit, da sie unter anderem in einen Burnout münden können.

Die Aktivierung der Durchblutung des Gehirns, reduzierter Speichelfluss, Schwitzen, Energiebereitstellung (Blutzucker) können ebenfalls unter körperlicher Reaktion subsumiert werden.


Die Verhaltensebene beschreibt das offene Verhalten, welchen auch von außenstehende Personen wahrgenommen werden kann.

  • Unkoordiniertes Multitasking, sich in die Arbeit stürzen, Unordnung, Dinge vergessen oder verlegen.

  • Aggressives Verhalten gegenüber anderen. Wutanfälle, Konflikte herbeiführen, Vorwürfe machen.

  • Vermehrter Konsum von Alkohol, Kaffee, Zigaretten. Steigender Tabakkonsum. Einnahme von Medikamenten.

  • Pausen verkürzen, Überstunden machen, zu viel und hastiges Essen, schnelles Sprechen, nicht richtig zuhören.

Auf der kognitiven-emotionalen Ebene geht es um Gedanken und Gefühle, welche in Verbindung mit einem Stressor ausgelöst werden.

Das Gefühl zu versagen und der Hilflosigkeit. Nervosität und Angst. Selbstvorwürfe, Denkblockaden, Grübelschleifen. Mangel an Konzentration.


Oft schaukeln sich die verschiedenen Ebenen gegenseitig hoch. Etwa Gefühle über Gefühle. Das verspüren von Angst kann wiederum zu Selbstzweifeln führen, indem man denkt, man dürfe keine Angst haben. Vielleicht werden auch die zittrigen Hände bei Stress als Versagen gedeutet. Das Hadern mit der Situation bedingt, dass wir immer tiefer in die Stressspirale rutschen. Ein solches Aufschaukeln nennt man Symptomstress. (Stress wegen Stress).

Emotionale Gespräche, Atem- und Entspannungsübungen sowie Achtsamkeit als mentales Training können dem Symptomstress entgegenwirken.

Individuelle Stressverstärker

Hierbei handelt es sich um unseren eigenen Anteil am Stressgeschehen. Stressverstärker beruhen auf unseren persönlichen Schemata, unseren Einstellungen, Motiven, vorwiegend auf unseren Bewertungen.

Alles allein tun zu wollen, sogenanntes Einzelkämpfertum. Die Vorstellung, unentbehrlich zu sein. Perfektionismus, von niemandem Unterstützung annehmen zu wollen, all das kann zur inneren Leere führen. Wir setzen uns mit unseren Einstellungen selbst unter Druck. Dies sind Umstände, welche zu depressiven Verstimmung führen können. Stress als Mittel zur Flucht.